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Die Berliner Mauer

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Deutschland durch die vier Siegermächte geteilt. Auch Berlin unterlag der Trennung der vier Sektoren. Der Westen Deutschlands wurde im Jahre 1949 zur demokratischen Bundesrepublik erklärt, im Osten wurde die DDR gegründet. Deutschland war in Ost und West und durch eine über 1.300 Kilometer lange Grenze geteilt. In Berlin, als Stadt im Osten trotzdem ebenfalls der Teilung unterworfen, folgte der Mauerbau wenige Jahre später, um die DDR gänzlich von den westlichen Mächten abzugrenzen und die hohen Flüchtlingszahlen zu stoppen.

Der Todesstreifen

Die Berliner Mauer wurde 1961 errichtet und verlief mitten durch die Stadt. Sie steht für die Trennung von Ost und West und symbolisiert als Bauwerk den Kalten Krieg. Für die Bevölkerung der damaligen DDR hatte sie weitreichende Folgen. Familien und soziale Netzwerke wurden getrennt, die Menschen wortwörtlich eingemauert.

Um Fluchtversuche zu verhindern, wurden extreme Maßnahmen vollzogen. Die Mauer hatte eine Höhe von vier Metern, zusätzlich zu den flächendeckenden Grenztruppen gab es einen Signalzaun, der bei Berührung unverzüglich einen Alarm an die Wachen leitete. Der Grenzbereich wurde nachts beleuchtet und durch einen Stahlteppich mit Dornen versehen. Als äußerstes Mittel war das Schießen auf Flüchtige legitimiert und so forderte die Grenze Todesfälle.

Die Wiedervereinigung

In der Nacht vom achten zum neunten November 1989 kam es zum Mauerfall in Berlin, hervorgerufen durch Demonstrationen in unüberschaubarem Ausmaß. Die Masse der Bevölkerung zwang die Regierung, die Grenzen zu öffnen.

Heute gilt der Tag als welthistorisches Ereignis, als Symbol der Wiedervereinigung, des Friedens, der Freiheit und des Endes des Kalten Krieges.

In Berlin findet man nur noch wenige Reste des damals mächtigen Bauwerkes, das prägend ist für die Zeit des Kalten Krieges, das sozialistische Regime und die Macht der Masse.